Kihon

Kihon (jap. 基本) ist die Grundschule des Karate, in der die grundlegenden Techniken des jeweilgen Stils gelehrt werden.

Das Kihon steht am Beginn eines Karatetrainings und wird auch von fortgeschrittenen Karateka immer wieder geübt, damit die erlernten Kampftechniken durch ständige Wiederholung immer weiter perfektioniert werden.

Zu den Techniken (Waza) des Kihon gehören zum Beispiel:

  • Stellungen (Tachi Waza)
  • Stoßtechniken (Tsuki Waza)
  • Schlagtechniken (Uchi Waza)
  • Blocktechniken (Uke Waza)
  • Fußtechniken (Keri Waza)
  • Wurftechniken (Nage Waza)
  • Technikkombinationen (Renraku Waza)

Ippon Kumite

Das Ippon Kumite ist eine Partnerübung, in der auf einen einzelnen vorgegebenen Angriff eine vorgegebene Abwehr mit einem Gegenangriff erfolgt.

Bei dieser Basisübung trainieren die Karateka die verschiedenen grundlegenden Angriffs- und Abwehrtechniken in der Anwendung und werden mit den Prinzipien des freien Kampfs, des Kumite, vertraut gemacht.

Aufbauend auf dem Ippon Kumite werden im Wado Ryu weitere komplexere Formen von Partnerübungen trainiert, wie das Sanbon Kumite oder Ohyo Kumite, damit der Karateka schließlich im freien Kampf (Jiyu-Kumite) die Techniken ohne vorherige Absprache mit dem Gegner anwenden bzw. auf Angriffe spontan reagieren kann.

Ohyo Kumite

In den Partnerübungen des Ohyo Kumite stehen die Angriffstechniken im Vordergrund, die Übungen werden deutlich kampfbetonter durchgeführt - obwohl die Techniken noch festgelegt sind, ähnelt das Ohyo Kumite bereits mehr dem freien Kampf (Jiyu-Kumite) als z.B. das Sanbon Kumite.

Das Ohyo Kumite besteht aus 10 verschiedenen Partnerübungen (Nr. 01 bis 10) und beinhaltet neben den Karate-typischen Hand- und Fußtechniken auch Wurftechniken.

Tanto Dori

Das Tanto Dori ist eine traditionelle Partnerübung, die von Ohtsuka Hironori aus dem Shindo Yoshin Ryu Jujutsu abgeleitet wurde.

Der Angreifer attackiert mit einem Tanto ( (jap. 短刀, „kurzes Schwert“), einem japanischen Kampfmesser, und der Verteidiger pariert und kontert den Angriff. Für diese Übungen wird meistens eine Übungswaffe aus Holz verwendet.

Kumite Gata

Die Kumite Gata waren ursprünglich eine Serie von 36 Partnerübungen, die später auf eine Anzahl von 10 reduziert wurden.

Auf den ersten Blick ähneln die Übungen dem Kihon Kumite, allerdings betonen die Kumite Gata mehr die kampftaktischen Möglichkeiten, den Gegner zu kontrollieren und seine Stellung und sein Gleichgewicht zum eigenen Vorteil zu beeinflussen.

Kata

Die Kata (jap. 形 oder 型) ist eine traditionelle Übungsform im Karate, in der vom Karateka ein stilisierter Kampf mit vorgegebenem Ablauf gegen einen imaginären Gegner geübt wird.

Die praktische Anwendung der Techniken in der jeweiligen Kata wird mit einem Partner im Bunkai (jap. 分解, „Analyse“) trainiert.

Jeder Karatestil verfügt über stiltypische Katas, die sich trotz gemeinsamer Herkunft von den Katas anderer Stile mehr oder weniger unterscheiden können.

Im Wado Ryu-Karate werden folgende Katas geübt:

  • Pinan shodan                 
  • Pinan nidan
  • Pinan sandan
  • Pinan yondan
  • Pinan godan
  • Naihanchi
  • Kushanku
  • Chinto
  • Seishan
  • Bassai
  • Jion
  • Jitte
  • Niseishi
  • Wanshu
  • Rohai

Sanbon Kumite

In den Partnerübungen des Sanbon-Kumite erfolgen 3 festgelegte Angriffe und Verteidigungen, wobei der Verteidiger die 3. Blocktechnik mit abgewandelter Technik durchführt und die Übung mit einem sofortigen Gegenangriff beendet.

Das Sanbon-Kumite umfasst eine ganze Reihe von Partnerübungen, in denen die Angriffe mit verschiedenen Hand- und Fußtechniken auf allen Angriffsstufen durchgeführt werden und auch speziellere Verteidigungstechniken geübt werden.

Kihon Kumite

Das Kihon Kumite ist eine traditionelle Übungsform aus 10 Partnerübungen (Nr. 01 bis 10), in denen die Karateka die Kampfprinzipien üben, die den Karatestil des Wado Ryu charakterisieren.

Zum Beispiel wird der Angriff nicht direkt in der Angriffslinie geblockt, sondern der Verteidiger weicht aus bzw. lenkt den Angriff um, während gleichzeitig der Gegenangriff erfolgt und der Angreifer kontrolliert und aus dem Gleichgewicht gebracht wird.

Die 3 grundsätzlichen Regeln des Wado Ryu-Karatestils werden hier in der Anwendung trainiert:

  • Nagasu - den Angriff "fließen lassen"
  • Inasu - den Angriff "umlenken"
  • Noru - den Angriff "mitgehen"

I Dori

Das I Dori ist wie das Tanto Dori eine traditionelle Übungsform, dessen Vorbilder aus dem Shindo Yoshin Ryu Jujutsu stammen.

Bei diesen Partnerübungen wird die Verteidigung aus sitzender Position heraus trainiert. Der Karateka sitzt dabei in der traditionellen japanischen Form des Fersensitzes, dem Seiza.

Der Angriff kann ebenfalls aus Seiza oder auch aus stehender Kampfstellung erfolgen.